Bewusster Ernähren für mehr Lebensqualität

Viele Menschen sind übergewichtig.
Viele Menschen sind übergewichtig. - (Bild von cocoparisienne auf Pixabay)
Übergewicht hat in Deutschland eine erschreckende Dimension angenommen.

Zwei von drei Männern und jede zweite Frau sind übergewichtig, jede vierte Person in Deutschland ist fettleibig. Diese Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut.

Die Gefahren von Fertigspeisen

Übergewicht ist für zahlreiche, die Lebensqualität einschränkende Krankheiten verantwortlich. Aktuell gibt es beispielsweise 7,6 Millionen Erwachsene, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind. Zu viel Fett, Fleisch und Zucker sind einige der Gründe, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Dies zu ändern, erfordert vom Einzelnen eine bewusstere Auseinandersetzung mit dem Thema Essen.

Das Leben ist bequem geworden, denn die Industrie hat uns auch beim Essen fast jede Anstrengung abgenommen. Sie hat mit raffinierten Rezepturen Fertiggerichte kreiert, die teilweise eine Sucht auslösen. Gut zu beobachten ist dies, wenn eine Tüte Chips auf dem Tisch liegt. Sie liegt nicht lange darauf und mit dem Inhalt gelangen viele Dickmacher in den Körper, darunter Zucker und Fett. Diese versteckten Stoffe, zu denen auch zu viel Salz gehört, sind ein allgemeines Problem von Fertiggerichten.

Hinzu kommen zahlreiche Aromen, von denen in der Europäischen Union über 3.000 zugelassen sind. Sie müssen nicht detailliert deklariert werden. Dadurch ist oft nicht klar, was genau sich beispielsweise in einem Joghurt befindet. Dass ein Erdbeer-Dessert wirklich nach Erdbeere schmeckt, ist eher die Ausnahme. Hinzu kommen meist hohe Anteile an Zucker.

Essen selbst zubereiten

Wer Kontrolle über sein Essen bekommen möchte, muss es selbst zu bereiten. Nur so lässt sich sicherstellen, dass der Körper bedarfsgerecht ernährt wird. Wichtig für den Ernährungsplan sind Obst und Gemüse. Nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte jeder Erwachsene davon wenigstens fünf Portionen am Tag essen.

Im Winter muss es nicht immer Kohl sein, denn es lässt sich auf gefrorenes Gemüse zurückgreifen. Dieses gibt es schon fertig zubereitet, was die Gefahr von einer Überversorgung mit verschiedenen Stoffen nicht ausschließt. Wer auf Buttergemüse zugreift, nimmt einen beträchtlichen Teil des Bedarfs an Salz und Fett mit dem Fertiggemüse auf. Anders ist dies bei Naturgemüse, dass unverarbeitet gefroren und verpackt wird.

Empfohlen sind drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst, dazu Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen, Linsen oder Nüsse. Letztere müssen natürlich ungesalzen sein. Auf Fett soll nicht vollständig verzichtet werden, aber es sollte auf pflanzliche Fette zurückgegriffen werden. Sie verfügen über wertvolle Omega-3-Säuren und andere für unseren Körper wichtige Stoffe. Fertigprodukte enthalten häufig viele Fette, die nicht klar definiert sind. Deshalb sollten sie lieber im Regal des Supermarkts bleiben.

Generell ist in der gesunden Ernährung nichts verboten. Auch Fleisch darf auf den Speiseplan, allerdings nicht täglich. 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche muss reichen. Wer jeden Tag Wurst auf dem Brot isst, hat den Bedarf damit schon fast gedeckt. Besonders Wurst aus der Selbstbedienung sollte als verarbeitetes Lebensmittel ein Tabu sein, weil sie meist zu stark gesalzen ist.

Gesund leben lohnt sich

Wer sich gesund ernähren will, nutzt also viel Gemüse und Obst. Dabei sollten die Schätze aus der Natur zu Hause zubereitet werden. So lässt sich die Kontrolle über den Fettanteil, die Zucker- und Salzmenge selbst bestimmen. Der Körper dankt es mit einem besseren Lebensgefühl. Das Immunsystem ist robuster, Muskulatur und Knochen werden gestärkt. Generell sind Menschen mit einer gesunden Ernährung aktiver, was weitere Vorteile hat. Neben gesunden Mahlzeiten ist Bewegung eine wesentliche Voraussetzung für ein gesundes Leben.