FIESE VIECHER
So entfernen Sie Zecken richtig
Sobald die Temperaturen steigen, beginnt auch die Zeckensaison. Die kleinen Parasiten halten sich vor allem in Wiesen, Wäldern und Gärten auf und können beim Menschen Krankheiten übertragen. Deshalb ist es wichtig, Zecken möglichst schnell und korrekt zu entfernen. Mit der richtigen Vorgehensweise lässt sich das Risiko für Infektionen deutlich reduzieren.
Warum Zecken gefährlich sein können
Zecken können Krankheitserreger übertragen, darunter Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Nicht jeder Zeckenstich führt automatisch zu einer Erkrankung, dennoch sollte jeder Stich ernst genommen werden.
Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist meist das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern.
Zecken möglichst früh entdecken
Nach Aufenthalten im Freien sollte der Körper gründlich abgesucht werden. Besonders häufig sitzen Zecken an warmen und gut durchbluteten Körperstellen.
Dazu gehören:
- Kniekehlen
- Achseln
- Leistengegend
- Hals
- Kopfhaut
- Rücken
Auch Kleidung und Haustiere sollten kontrolliert werden.
So entfernen Sie Zecken richtig
Die richtige Technik ist entscheidend, damit die Zecke möglichst vollständig entfernt wird.
Zeckenzange oder Zeckenkarte verwenden
Am besten eignen sich spezielle Hilfsmittel wie Zeckenzangen, Zeckenkarten oder feine Pinzetten. Die Zecke sollte möglichst nah an der Haut gefasst werden.
Langsam und gerade herausziehen
Die Zecke wird vorsichtig und gerade herausgezogen. Starkes Drehen oder Quetschen sollte vermieden werden, da dadurch möglicherweise mehr Speichel oder Krankheitserreger übertragen werden könnten.
Keine Hausmittel verwenden
Öl, Klebstoff oder Alkohol sollten nicht auf die Zecke gegeben werden. Solche Methoden können dazu führen, dass die Zecke zusätzlichen Speichel abgibt.
Die Haut nach dem Entfernen beobachten
Nach dem Entfernen sollte die Einstichstelle desinfiziert und einige Wochen beobachtet werden.
Auf Rötungen achten
Eine kreisförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle kann auf Borreliose hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden.
Beschwerden ernst nehmen
Fieber, Kopfschmerzen oder grippeähnliche Symptome nach einem Zeckenstich sollten ebenfalls medizinisch untersucht werden.
So schützen Sie sich vor Zecken
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko eines Zeckenstichs deutlich reduzieren.
Lange Kleidung tragen
Beim Wandern oder Gartenarbeiten schützt lange Kleidung die Haut besser vor Zecken.
Zeckenschutzmittel verwenden
Spezielle Sprays können helfen, Zecken fernzuhalten. Besonders in Risikogebieten sind zusätzliche Schutzmaßnahmen sinnvoll.
Wege statt hohes Gras nutzen
Zecken sitzen häufig in hohem Gras oder Gebüsch. Wer auf befestigten Wegen bleibt, reduziert das Risiko.
FSME-Impfung als zusätzlicher Schutz
In bestimmten Regionen wird eine FSME-Impfung empfohlen. Besonders Menschen, die viel Zeit in der Natur verbringen, sollten sich ärztlich beraten lassen.
Die Impfung schützt zwar nicht vor Borreliose, kann aber das Risiko einer FSME-Erkrankung deutlich senken.
Zeckenstiche im Alter ernst nehmen
Gerade ältere Menschen sollten Zeckenstiche nicht unterschätzen. Ein geschwächtes Immunsystem oder bestehende Erkrankungen können Beschwerden verstärken.
Regelmäßige Kontrolle nach Aufenthalten im Freien gehört deshalb besonders im Frühling und Sommer zur wichtigen Vorsorge.
Fazit
Zecken richtig zu entfernen schützt vor möglichen Infektionen und gesundheitlichen Folgen. Mit einer Zeckenzange, vorsichtigem Herausziehen und anschließender Beobachtung der Haut handeln Sie sicher und hygienisch. Wer zusätzlich auf Schutzmaßnahmen achtet und Zecken früh entdeckt, kann die Natur entspannter und sicherer genießen.
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