Parkinson? Erste Warnsignale!

Parkinson. Erste Warnsignale! Die frühen Anzeichen sind subtil. Bei zeitnahem Erkennen können Sie schnell reagieren und den Verlauf beeinflussen.
Parkinson? Erste Warnsignale!
Parkinson Symptome früh erkennen (Bild: iStock)

Parkinson. Erste Warnsignale! Jetzt gezielt handeln.


Bewegungsstörungen als wichtigster Frühhinweis

Bei Parkinson gibt es eine Fülle an ersten Warnsignalen, die zunächst eher subtil wirken und auch zu anderen Krankheiten oder körperlichen Befindlichkeiten passen können. Hier gilt es, das Zusammenspiel zu verstehen, das sich leider erst im Verlauf der Erkrankung offenbart.

Grundsätzlich zählen Störungen der Bewegungsfähigkeit zu den allerersten Auffälligkeiten. Vielleicht bemerken Sie bei sich oder jemand anderem eine deutliche Verlangsamung, die nicht nur tagesabhängig ist, sondern sich durchzieht. Auch Tätigkeiten fallen schwerer als bisher. Das kann das Zuknöpfen eines Hemdes sein oder auch schnelles und flüssiges Schreiben. Häufig wird das Schriftbild kleiner und zunehmend unleserlich.

Zu den wichtigsten Warnsignalen zählt der Tremor (Zittern von Händen oder Fingern) im Ruhezustand. Wenn Sie einen solchen Ruhetremor wahrnehmen, muss das nicht in jedem Fall ein sicherer Hinweis auf Parkinson sein, vielfach ist es auch eine harmlose Alterserscheinung oder eine einfache Nervosität in einer bestimmten Situation. In Verbindung mit anderen Symptomen ist eine Abklärung jedoch immer sinnvoll.

Auch Muskelsteifigkeit ist ein wichtiger früher Hinweis. Bewegungsabläufe wirken regelrecht blockiert, weil sich die Gliedmassen besonders schwer anfühlen. Stolpern beim normalen Gehen kommt ebenso vor wie eine allgemeine Verlangsamung der Bewegungsabläufe. Meist fallen all diese Eigenheiten Angehörigen früher auf als Betroffenen.

Umso wichtiger ist es, eine zeitnahe medizinische Abklärung in die Wege zu leiten, denn je früher eine Behandlung beginnt, desto grösser sind die Aussichten, den Verlauf der unheilbaren Parkinson-Erkrankung zumindest zu verlangsamen.

Parkinson. Erste Warnsignale! Kommunikation, Mimik und Sprache

Das Krankheitsbild von Parkinson betrifft nicht allein die Bewegungsabläufe, sondern ebenso den komplexen Bereich der Kommunikation. Vielleicht bemerken Sie ein Leiserwerden der Stimme oder auch den Verlust der typischen Sprachmelodie.

Das Verstehen des Gesprochenen wird für Angehörige mühsamer, der Ablauf und die Inhalte von Unterhaltungen wirken zunehmend monotoner. Vielfach werden Betroffene gebeten, sich etwas deutlicher zu artikulieren, noch bevor ein Gedanke an Parkinson aufkommt.

Die Mimik ist ebenfalls ein zentraler Bereich. Bei Parkinson zeigen sich hier bereits in einem frühen Stadium erste Veränderungen, beispielsweise durch einen Verlust an Ausdruck. Im weiteren Verlauf kann das Gesicht maskenhaft wirken, was ein Erkennen von Emotionen erschwert. Möglicherweise stellen Sie fest, dass Missverständnisse zunehmen, da es schwerer fällt, Stimmungen richtig einzuschätzen.

Im Bereich der Sprache kommt es zu einer Verlangsamung. Sätze klingen weniger flüssig, es zeigen sich erste Gesprächspausen, die zwischen den Wörtern entstehen. Das Umfeld wird vermutlich nachfragen und feststellen, dass eine Unterhaltung mühsamer wird.

Insgesamt können die genannten Symptome für sich genommen auch dem regulären Älterwerden geschuldet sein. Wenn sie sich jedoch eher plötzlich zeigen beziehungsweise deutlich verstärken, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Auffälligkeiten im Alltag

Es gibt eine Reihe von Symptomen, die nicht in den motorischen Bereich gehören, jedoch zu den frühen Anzeichen von Parkinson zählen. Eines der häufigsten Phänomene sind Schlafstörungen. Viele Betroffene schlafen sehr unruhig und erinnern sich an lebhafte Träume. Verstärkte nächtliche Bewegungen, die plötzlich auftreten, kommen ebenfalls vor.

Sie werden als REM-Schlaf-Verhaltensstörungen (RBD) bezeichnet und können sich sowohl durch Schreien als auch durch starke körperliche Aktivitäten bemerkbar machen. Sie sind ein typisches sehr frühes Anzeichen für Parkinson und kommen meist lange vor den genannten eher klassischen Symptomen vor.

Sie oder Ihr Angehöriger sind möglicherweise auch von regelmässigen Schweissausbrüchen betroffen, die auf Veränderungen in der Temperaturregulation des Körpers begründet sind. Wiederkehrende Anzeichen von Erschöpfung und verstärkter Müdigkeit sind ebenfalls möglich, auch nach einer Nacht mit genügend Schlaf.

Viele Auffälligkeiten gelten für sich genommen als eher unspezifisch, können aber ein Hinweis auf Parkinson sein.

Parkinson. Erste Warnsignale! Der Einfluss auf die Psyche

Parkinson betrifft nicht allein Ihren Körper, sondern in deutlichem Ausmass auch Ihre Psyche. Zu den oftmals vorkommenden frühen Erscheinungsbildern zählen Depressionen. Betroffene verlieren ihre Unbeschwertheit und die Freude an Aktivitäten sowie alltäglichen Dingen.

Ein sozialer Rückzug ist mit der Zeit eine häufige Folge. Depressionen treten nicht erst auf, wenn die Diagnose bekannt oder die Symptome bereits weit fortgeschritten sind, sondern oftmals bereits Jahre vorher.

Angstzustände sind ein weiteres frühes Warnsignal. Sie stehen im Zusammenhang mit dem Gefühl, bekannte Situationen nicht mehr wie bisher bewältigen zu können. Es stellt sich oftmals eine innere Unruhe ein und eine verminderte Konzentrationsfähigkeit sowie Aufmerksamkeitsspanne.

Die Veränderungen der eigenen Persönlichkeit werden von Betroffenen wahrgenommen, können aber nicht reguliert werden und sind am Anfang auch noch nicht mit der Diagnose Parkinson verbunden. Eine erhöhte Reizbarkeit ist eine übliche Folge.

Wenn Sie wahrnehmen, dass sich die Stimmung und die körperliche Befindlichkeit nachhaltig verändern, ist eine möglichst frühe Abklärung wichtig. Je frühzeitiger unterstützende Massnahmen eingeleitet werden, desto grösser ist die Chance auf ein weiterhin aktives und erfülltes Leben - auch mit Parkinson.


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