Geldfalle Alter, wo Ersparnisse verschwinden

Wenn Lebensstil, Kosten und Vorsorge ineinandergreifen, können Ersparnisse rasch schmelzen - doch gibt es Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken.
Geldfalle Alter, wo Ersparnisse verschwinden
Finanzielle Risiken im Alter (Bild: iStock)

Geldfalle Alter: wo Ihre Ersparnisse verschwinden

Mit über 50 Jahren sind Sie vielleicht voller Energie und haben klare Vorstellungen vom Leben. Und dennoch lauern mitunter einige Fallen, die die Ersparnisse schneller schrumpfen lassen, als Sie es vermuten würden. So decken die erste und die zweite Säule der Altersvorsorge in der Schweiz im Durchschnitt nur etwa 60 Prozent des letzten Erwerbseinkommens ab.

Zugleich bleiben die Lebenserhaltungskosten konstant auf einem hohen Niveau. Wenn Versicherungen, Wohnkosten sowie Gesundheitsaufwendungen trotz des sinkenden Einkommens unkritisch übernommen werden, kann Ihr Kapital rasch darunter leiden und schrumpfen - genau hier verbirgt sich die Geldfalle Alter. Dennoch ist dies längst kein Grund zur Panik. Denn wer frühzeitig und mit Weitblick handelt, kann etwaigen Risiken ausweichen und seine Ersparnisse langfristig sichern.

Typischen Kostenfallen und wie Sie diese umgehen können

Es gibt gleich mehrere Aspekte, die im Alter ein finanzielles Risiko, aber auch eine Chance darstellen können. Vor allem mit Blick auf Versicherungen und Fixkosten ist es häufig reine Faulheit, die die Haushaltskasse belastet. Je nach Alter ist es ratsam, dass Sie Versicherungen wie etwa für Berufsunfähigkeit oder Risikotod überprüfen, da diese mitunter nicht mehr angemessen sind und mehr Geld kosten, als dass sie einen tatsächlichen Mehrwert bieten. Wer dies nicht tut, zahlt über Jahre hinweg mitunter Tausende Franken für Leistungen, die gar nicht mehr gebraucht werden.

Auch wenn Sie Ihr Zuhause längst eingerichtet haben, sind Reparaturen, Sanierungen sowie steigende Energiepreise ebenfalls wichtige Faktoren. Um sich hierbei auch im Alter nicht zu übernehmen, raten viele Institute wie die Raiffeisen dazu, die Wohnkosten im Ruhestand nach dem Einkommen auszurichten.

Dabei sollten diese nicht mehr als ein Drittel des monatlichen Einkommens ausmachen. Liegen die monatlichen Kosten deutlich darüber, können finanzielle Reserven schnell schwinden.

Die dritte Säule der Altersvorsorge stellt die private Vorsorge dar. Solche Ersparnisse und Anlagen sind langfristig nur sinnvoll, wenn die Renditen über dem Wertverlust des Franken durch die steigende Kaufkraft liegen. Entsprechend ist es wichtig, das Portfolio regelmässig zu überprüfen und bei Bedarf neu aufzustellen.

Checkliste zur Vorsorge-Schlankmachung:

  • Welche Versicherungen und Leistungen sind tatsächlich noch notwendig?
  • Analysieren Sie Wohn- und Nebenkosten sowie mögliche Einsparpotenziale
  • Kalkulieren Sie Gesundheits- und Pflegekosten und achten Sie insbesondere auf die Sinnhaftigkeit von Zusatzversicherungen
  • Überdenken Sie Ihre Anlagen: Welche Renditen werden realistisch erzielt, welche Inflationsrate rechnen Sie ein?

Planung heisst: Wieviel brauche ich wirklich?

Damit Sie auch in der zweiten Lebenshälfte von den Früchten Ihrer Arbeit profitieren und Ihr Leben in vollen Zügen geniessen können, ist es wichtig, den Lebensabend so zu gestalten, dass Ihr Lebensstil Ihnen keine finanziellen Sorgen bereitet. Wie erwähnt, decken die erste und die zweite Säule zumeist nur etwa 60 Prozent des Erwerbseinkommens ab.

Es ist essenziell, frühzeitig zu prüfen, ob die Rente Ihren anvisierten Lebensstil im Alter deckt. Mit einigen Massnahmen können Sie während der letzten Berufsjahre dazu beitragen, den Wert auf 70 bis 80 Prozent zu erhöhen:

  • Wenn Sie Lohn­unterbrüche hatten, können Sie gezielt in die Pensionskasse einzahlen
  • Durch eine Verlängerung der Erwerbstätigkeit steigen die Ansparungen in der zweiten Säule
  • Eine transparente Pensionskasse mit guten Anlagemöglichkeiten bringt mehr Netto­leistung, weshalb sich ein Vergleich lohnt

Geldfalle Alter: Bewusste Steuerung statt Panik

Eine Geldfalle im Alter besteht in der Regel nur dann, wenn die Summe vieler kleiner Entscheidungen zusammentrifft. Glücklicherweise handelt es sich dabei überwiegend um Entscheidungen, die Sie selbst beeinflussen können.

Indem Sie sich frühzeitig mit möglichen Kostenfallen auseinandersetzen und diese umschiffen, können Sie Ihr Leben im Alter ganz entspannt geniessen - mit dem guten Gefühl, dass Ihre Ersparnisse nicht einfach verschwinden, sondern sinnvoll eingesetzt sind.


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