Die 5 schlimmsten Schlafdiebe

Wer täglich gestresst ist, kann nicht gut einschlafen
Wer täglich gestresst ist, kann nicht gut einschlafen (Bild Dan Gold on Unsplash)
Sie beklagen häufige Schlaflosigkeit? Gehen Sie den Problemen auf den Grund. Wir haben ein paar Ratschläge für Sie.

Guter Schlaf wird häufig durch folgende Ursachen beeinträchtigt:

  • Falsche Ernährung,
  • Bewegungsmangel
  • zu spätes Abschalten am Abend
  • Stress
  • Falsche Matratzen

Schlaflosigkeit wirkt sich auf Wohlergehen und Leistungsfähigkeit aus

Guter Schlaf dient der notwendigen Regeneration für den nächsten Tag. Um wieder leistungsfähig und vital zu sein, sollte die Schlafdauer ausreichend sein. Störungen dieser Balance können das Wohlergehen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen – bis hin zu gesundheitlichen Schäden.

Die Ursachen für Ein- und Durchschlafstörungen sind vielfältig. Schlaftabletten auf chemischer Basis lösen das Schlafproblem nicht. Sie verursachen eine Tagesmüdigkeit am nachfolgenden Tag und können zu Abhängigkeiten führen. Vielmehr sind die Auslöser der Schlafschwierigkeiten in Erfahrung zu bringen, um Änderungen herbeizuführen. Dazu sollten die häufigsten Ursachen für die Beschwerden bekannt sein.

Falsche Ernährung kann zu Schlaflosigkeit führen

Wer abends hungrig durch eine strenge Diät ins Bett geht, kann im Regelfall nicht einschlafen. Das gleiche bewirkt eine üppige, fettreiche Abendmahlzeit. Als Hinderungsgrund für einen erholsamen Nachtschlaf können sich ebenfalls Genussgifte erweisen. Insbesondere zu viel Alkohol sorgt für Unterbrechungen des Nachtschlafs:

  • Alkohol verkürzt den Anteil der REM-Phasen
  • Alkohol erhöht den Blutdruck
  • Alkoholische Getränke führen zu mehrfachen Toilettengängen in der Nacht
  • Alkohol verursacht ein übermässiges Schwitzen
  • Guter Schlaf wird durch Bewegungsmangel erschwert

Fehlt es Abend an körperlicher Müdigkeit, fällt das Einschlafen schwererer. Verstärkte Bewegung durch sportliche Aktivitäten fördert eine natürliche Müdigkeit vor dem Zubettgehen. Alternativ führt ein Abendspaziergang an der frischen Luft zur Verbesserung der Einschlafvoraussetzungen.

Zu spätes abendliches Abschalten kann Schlaflosigkeit verursachen

Im Nachtschlaf sollen sich Körper und Geist entspannen, dazu fahren die körperlichen Funktionen herunter. Auf zu grosse körperliche und geistige Anspannung sollte daher am Abend verzichtet werden, um in Ruhe einschlafen zu können.

Nervliche und seelische Belastungen wie Ärger und Sorgen stehen dem abendlichen Abschalten entgegen. Ausserdem kann die übermässige Nutzung von Handy, PC und Fernseher die gewünschte abendliche Ruhe verhindern. Die Konzentration bei der Bedienung dieser Geräte bewirkt einen besonders wachen Zustand. Ebenso können dabei Geräusche stören. Forscher haben herausgefunden, dass die blauen Pixel des Monitors ein schnelles Einschlafen erheblich erschweren.

Wer täglich gestresst ist, kann nicht gut einschlafen

Vermeidbarer Stress sollte nach Möglichkeit reduziert oder vermieden werden. Eine besser abgestimmte Terminplanung, häufigere und längere Pausen sowie mehr Ausgeglichenheit können im Alltag dazu beitragen. Positives Denken kann ebenfalls die Stressreduzierung unterstützen. Wer den Weltuntergang pessimistisch herbeiredet, hält sich dauerhaft auf Hochspannung. Entspannungstechniken haben sich als Einschlafhilfe bewährt.

Schlaflosigkeit durch die falsche Matratze

Zahlreiche Menschen leiden unter Rückenschmerzen durch falsche Bürostühle oder sonstige Überlastungen oder Fehlhaltungen. Eine rückengerechte Matratze zur Linderung dieser Beschwerden fördert die Schlafqualität. Oft kommt es zu Fehlkäufen bei Matratzen, weil die persönlichen Voraussetzungen nicht mit der Beschaffenheit der Matratze im Einklang stehen.

Passend zum Härtegrad einer Matratze muss auf Grösse, Körpergewicht und persönliche Schlafgewohnheiten geachtet werden. Um für eine körpergerechte Druckentlastung der Wirbelsäule zu sorgen, muss eine Matratze auf Veränderungen der Körperhaltung und Liegeposition optimal reagieren.

Wieso kann Schlaflosigkeit zu Heisshunger führen?

Wenn Sie abends nicht gut einschlafen können oder oft nachts aufwachen, wirkt sich das auf die Ausschüttung des appetithemmenden Hormons Leptin aus. Ausserdem werden die Stressresistenz und Konzentrationsfähigkeit durch den fehlenden Nachtschlaf reduziert. Als Ergebnis dieser Prozesse stellt sich im Laufe des Tages häufig unkontrollierbarer Heisshunger ein.

Welche Krankheiten können Schlaflosigkeit verursachen?

Bis zu hundertmal nachts aufwachen und sich morgens wie gerädert fühlen: Eine unbehandelte Schlaf-Apnoe kann Atemunterbrechungen verursachen, die im schlimmsten Fall bis zu Atemstillstand führen können. Häufig erst spät diagnostiziert werden schlafstörende Muskelzuckungen, die auf das sogenannte Restless Legs Syndrom (RLS) zurückzuführen sind. Durch fehlende Botenstoffe werden Prozesse im Gehirn falsch gesteuert, wodurch ein unnatürlicher Bewegungsdrang ausgelöst wird.

Wie sollte der Schlafraum gestaltet sein, um gut einschlafen zu können?

Vor jedem Schlafen sollte wegen des Sauerstoffgehalts gründlich gelüftet werden, wenn die Fenster ansonsten nicht bereits auf Kippschaltung stehen. Störende Geräusche, grelles Raumlicht und Unordnung sollten vermieden werden. Vor äusseren Lichtquellen schützen Vorhänge oder Rollläden. Als angemessene Raumtemperatur gelten 16 bis 18 Grad Celsius. Unangenehme Gerüche beeinträchtigen das Wohlbefinden und sind daher zu vermeiden. Achten Sie bei der Aufstellung von Geräten auf Elektrosmog und Magnetfelder.