Schönheit - soziale Medien und Schönheitschirurgie

Unrealistische Standards im Bereich der Schönheit scheinen immer mehr Menschen dazu zu bewegen, sich einer Schönheitsoperation zu unterziehen.
Schönheit - soziale Medien und Schönheitschirurgie
(Bild iStock)

Gesellschaftlicher Druck und die Suche nach Schönheit: Treiber für Schönheitsoperationen

Schönheitsstandards sind ein Phänomen, das seit jeher existiert und bestimmte ästhetische Vorstellungen hervorruft, die nicht jedem von Natur aus gegeben sind oder auf natürliche Weise erreicht werden können. Die Präsenz in sozialen Netzwerken hat daran nichts geändert, wohl aber an der Intensität, mit der sich Menschen mit ihrem Aussehen auseinandersetzen. Bildbasierte Plattformen wie Instagram fördern die Konzentration auf das Äussere durch das Teilen von Selfies und Porträts, was zu einer ständigen Beschäftigung mit dem eigenen Erscheinungsbild führt. Im Gegensatz zu traditionellen Medien ermöglicht die ständige Verfügbarkeit solcher Netzwerke einen ständigen Vergleich mit anderen, nicht nur mit Prominenten, sondern mit einer viel grösseren Gemeinschaft.

Die Entscheidung für eine Schönheitsoperation ist jedoch eine höchst persönliche Angelegenheit, die über den Einfluss von Social Media hinausgeht. Es geht um das individuelle Bedürfnis, sich in der eigenen Haut wohlzufühlen, das durch ästhetische Eingriffe gesteigert werden soll. Ziel dieser Massnahmen ist die Steigerung der persönlichen Lebensqualität. Obwohl soziale Medien die Auseinandersetzung mit dem eigenen Aussehen intensivieren und damit den Wunsch nach Veränderung verstärken können, sind sie nicht zwangsläufig der Grund für eine mögliche Zunahme von Schönheitsoperationen.

Schönheit und OPs im Kontext sozialer Medien

Ästhetische Trends, wie zum Beispiel:

  • Augenbrauenlifting,
  • Fuchsaugen,
  • Wangenfettreduktion

erfreuen sich derzeit grosser Beliebtheit. Digitale Filter greifen diese Trends auf und passen das Aussehen der Nutzer entsprechend an. Laut einer Fachzeitschrift für plastische Chirurgie kann dieser Trend das Selbstwertgefühl beeinträchtigen und zu einer sogenannten "Filter-Dysmorphie" führen, die wiederum das Risiko einer verzerrten Selbstwahrnehmung erhöht und die Bereitschaft zu chirurgischen Eingriffen steigern kann.

Viele Experten äussern sich klar zu den Folgen des Konsums von retuschierten Bildern: Die Angst, optisch zu versagen, kann depressiv machen, weil die Filter suggerieren, dass man ohne Veränderung nicht gut genug ist. Die Schönheitschirurgie sehen Experten jedoch nicht als treibende Kraft hinter dem vermeintlichen Schönheitsideal, sondern vielmehr als Reaktion auf die Wünsche der Menschen. Als Ursprung des Trends identifizieren Experten nicht die Filter oder die Schönheitschirurgen, sondern die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Bildern und die Verbreitung von Handkameras - eine Mischung aus narzisstischer Generationstendenz und der natürlichen Neigung des Menschen zum Wettbewerb.

Schönheit und Social-Media - Umfragen liefern Ergebnisse

Im Rahmen einer Marktforschungsstudie, die STYLEBOOK in Kooperation mit der Innofact AG vom 18. bis 23. August 2011 durchgeführt hat, wurde der Einfluss von Social Media auf das Selbstbild untersucht. An der Studie nahmen 1016 deutschsprachige Frauen ab 16 Jahren teil, die sich in verschiedene Altersgruppen aufteilen: 128 Teilnehmerinnen waren zwischen 16 und 29 Jahre alt, 178 zwischen 30 und 39 Jahre, 216 zwischen 40 und 49 Jahre, 233 zwischen 50 und 59 Jahre, 211 zwischen 60 und 69 Jahre und 50 Teilnehmerinnen waren älter als 69 Jahre.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass insbesondere Frauen im Alter von 16 bis 39 Jahren sich häufig durch Beiträge von Influencern auf Instagram und anderen Plattformen zu Schönheitsoperationen inspirieren lassen. Rund 28 Prozent der befragten Mädchen und Frauen gaben an, sich durch Inhalte von Influencern zu einem Schönheitseingriff verleiten zu lassen. Ein noch grösserer Anteil (46 Prozent) dieser Altersgruppe empfand den durch solche Inhalte ausgeübten Druck als belastend. Die Neigung, sich durch Social-Media-Inhalte zu Schönheitsoperationen verleiten zu lassen, scheint mit dem Alter zu variieren. Bei den über 60-Jährigen fühlen sich nur rund 10 Prozent zu einem Schönheitseingriff inspiriert, während 19 Prozent angeben, sich unter Druck gesetzt zu fühlen - deutlich weniger als bei den jüngeren Befragten.

Ein möglicher Faktor, der Frauen veranlasst, aufgrund von Social Media Veränderungen an ihrem Aussehen, wie Frisur und Bekleidung, vorzunehmen, könnte die Beeinflussung ihres Selbstbildes sein. Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass die Verwendung sozialer Medien sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken kann. Die teilnehmenden Frauen berichteten von einem geringeren Wohlbefinden sowie einer Abnahme ihres Selbstwertgefühls und Körperbewusstseins.

Die beliebtesten kosmetischen Eingriffe für eine natürliche Schönheit

Bei Frauen im Alter von 16 bis 39 Jahren stehen kosmetische Eingriffe wie Fettabsaugung, Nasenkorrektur, Brustvergrösserungen und Bruststraffungen hoch im Kurs. Bei den 40- bis 59-Jährigen verlagert sich der Fokus auf Bauchdeckenstraffungen als vorrangige Option, gefolgt von Fettabsaugung und Facelifting. Personen über 60 bevorzugen hingegen zunächst Bauchdeckenstraffungen, dann Faceliftings und Fettabsaugungen in ihrer Beliebtheitsskala.

Laut einer Umfrage, die Frauen einschliesst, die entweder minimale invasive Schönheitseingriffe durchgeführt haben oder ernsthaft in Erwägung ziehen, ist die Augenlidstraffung bei den über 60-Jährigen und den 40- bis 49-Jährigen am beliebtesten. Bei den 16- bis 39-Jährigen steht die Lippenaufspritzung an oberster Stelle der Beliebtheitsliste, so die Ergebnisse der Auswertung von STYLEBOOK.


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