Schmerzen durch Faszien, die häufigsten Ursachen

Verklebte Faszien sind die Ursachen vieler Beschwerden. Stress oder Überlastung bringen Veränderungen mit sich, die zu Schmerzen führen können.
Schmerzen durch Faszien, die häufigsten Ursachen
(Bild iStock)

Faszien besitzen viele Funktionen

Viele Beschwerden werden erst einmal überhaupt nicht mit dem Fasziengewebe in Verbindung gebracht. Was genau verbirgt sich dahinter? Einfach gesagt sind Faszien elastische und widerstandsfähige Häute. Sie umhüllen beispielsweise Muskelstränge oder Organe. Dabei sorgen sie im Körper für Stabilität. Netzartig befindet sich das Fasziengewebe in den Beinen, im Rücken oder im Po. Zusätzlich ist es an der Wahrnehmung, der Kommunikation und der Bewegung im Körper beteiligt. Es leitet Informationen, wie beispielsweise Druck, Spannung oder Schmerz, an das Gehirn weiter. Dabei besteht das Gewebe zum grossen Teil aus Proteinen und Wasser. Bis vor einigen Jahren wurde dem Fasziengewebe kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Heute gibt es viele Studien, die das Fasziengewebe als einziges Organ ansehen. Dabei lässt sich das Gewebe in verschiedene Arten unterteilen. Diese erfüllen unterschiedliche Funktionen. Unterschieden wird zwischen den oberflächlichen, den tiefen, den viszeralen und den meningealen Faszien. Alle Schichten arbeiten trotz unterschiedlicher Aufgaben zusammen. Das oberflächliche Fasziengewebe enthält weniger Kollagenfasern als die anderen, denn es muss sehr beweglich sein. Zu finden ist dieses Gewebe direkt unter der Haut. Das tiefe Fasziengewebe wird auch Rumpffaszie genannt. Es besteht aus parallel angeordneten Kollagenfasern und ist daher sehr stabil. Zu finden ist die Rumpffaszie beispielsweise in den Sehnenstrukturen. In der viszeralen Faszienschicht befinden sich Nerven und Gefässe. Zu finden ist diese beispielsweise im Bauchraum und im Brustkorb. Das meningeale Gewebe hingegen ist für den Schutz von Nervenbündeln und Nervenfasern zuständig.

Schmerzen und Verspannungen treten auf

Wenn Sie häufiger Beschwerden in den Gelenken oder der Muskulatur verspüren, könnten verklebte Faszien die Schuld daran tragen. Auch Verspannungen können dadurch entstehen. Erkennen können Sie Faszienschmerzen, wenn Sie Probleme mit der Mobilität oder Bewegungseinschränkungen haben. Auch grossflächige, brennende Schmerzen sind ein Zeichen dafür. Bei Bewegung werden diese Schmerzen gelindert. Wenn Sie Schmerzen im Nacken-, Schulter-, Bauch-, Rücken- oder Gelenkbereich verspüren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Beschwerden wandern oft auch durch den Körper. Wenn das Fasziengewebe entzündet ist, kommen Bewegungseinschränkungen und Steifheit dazu. Hartnäckige Verklebungen können Beschwerden für mehrere Monate auslösen. Bei Faszienschmerzen hilft es am besten, wenn Sie einen aktiven Lebensstil verfolgen. Sport und Bewegung führen zu Schmerzlinderung. Ausserdem hilft eine Wärmetherapie. Dazu wird die Wärme an der betroffenen Stelle eingesetzt. Zusätzlich sind Dehnungs- und Flexibilitätsübungen hilfreich. Der Bewegungsumfang wird durch die Übungen verbessert. Gleichzeitig werden die Schmerzen gelindert. Das beugt auch Verletzungen vor.

Die häufigsten Ursachen

Doch was sind überhaupt die häufigsten Ursachen für Faszienschmerzen? Eine Ursache ist Stress. Wenn Sie Stress haben, werden bestimmte Hormone ausgeschüttet. Diese wirken sich dann negativ auf die Faszienstruktur aus. Sobald eine psychische Belastung langer andauert, verhärtet sich das Fasziengewebe. Heutzutage geht die Medizin davon aus, dass Stress eine der Hauptursachen für ein verklebtes Fasziengewebe ist. Ausserdem ist mangelnde Bewegung ein Grund für verklebte Faszienfasern. Aber auch eine ungesunde Ernährung sorgen für Faszienschmerzen, da der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Die Flexibilität der Faszienfasern geht verloren. Menschen, die viel sitzen, bekommen ebenfalls häufig Probleme. Die ständige Sitzhaltung ist anstrengend für den Körper. Sitzen in gekrümmter Körperhaltung begünstigt das Verkleben der Faszienfasern. Der Körper wird kaum noch gedehnt. Es entstehen Rückenschmerzen. Zudem verändert sich das Fasziengewebe bei Menschen, wenn sie älter werden. Der Gesamtflüssigkeitsanteil im Körper wird geringer. Das Fasziengewebe verliert ebenfalls Flüssigkeit. Da der wässrige Anteil geringer wird, wachsen die Faszienfasern ineinander. Sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Menschen kann eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme ebenfalls zu Beschwerden führen. Daher sollten sie besonders darauf achten, dass Sie genügend trinken. Bewegen Sie sich zudem regelmässig, um Beschwerden vorzubeugen. Sollten Sie im Job viel sitzen müssen, sind Bewegungspausen sehr wichtig.


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